Nicht von niedrigen Monatsbeiträgen täuschen lassen

Die Versicherungsbranche war schon immer sehr erfinderisch, wenn es darum geht, Kunden zum Abschluss einer Versicherung zu bringen. Es gibt unzählige Mittel, derer sich Vertreter und Vermittler bedienen können, um Kunden zum Abschluss zu überreden. Eine der einfachsten Methoden besteht darin, den Versicherungsschutz günstig aussehen zu lassen. Würde eine Versicherung 365 Euro pro Jahr kosten, hätte dies auf viele Interessenten eine abschreckende Wirkung. Wird der Interessent jedoch vom Vertreter gefragt, ob er dazu bereit wäre, einen Euro pro Tag für den Schutz zu bezahlen, kommt es häufiger zum Einlenken.

Dementsprechend braucht man sich nicht wundern, dass es Versicherer und Versicherungsvermittler gibt, die sowohl in der Werbung als auch in Pressemitteilungen etc. dazu übergehen, den Versicherungsbeitrag auf Monate herunter zu brechen. Eine Versicherung die 80,40 Euro im Jahr kostet, wirkt nicht gerade günstig – ein monatlicher Beitrag von 6,70 Euro, der auf das Jahr gerechnet denselben Betrag ergibt, sieht gleich viel billiger aus.

Daher sollten Interessenten gut aufpassen, wenn sie eine private Haftpflichtversicherung oder auch ein anderes Versicherungsprodukt abschließen wollen. Besonders wenn die Versicherer auf Eurobeträge verweisen, die pro Monat anfallen, sollte besser gerechnet werden. Nicht selten verliert der günstig wirkende Versicherungsschutz umgehend seinen magischen Glanz – zumal die Versicherer meistens ohnehin nicht monatlich abrechnen. Mit den günstig aussehenden Zahlen wird nur geworben. Gerade bei der privaten Haftpflichtversicherung wird üblicherweise ein jährlicher Einmalbeitrag erhoben.

Außerdem sollte gerade beim privaten Haftpflichtschutz niemals der Beitrag im Vordergrund stehen. Eine gute Haftpflichtversicherung zeichnet sich in erster Linie durch einen exakt abgestimmten Versicherungsschutz aus.

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