Tierhalterhaftpflicht – Wer braucht welche Versicherungspolice?

Schäden, die kleine Haustiere wie Katzen, Meerscheinchen oder auch Ratten verursachen, sind meist über die private Haftpflichtversicherung abgesichert. Wobei im Einzelfall gesondert entschieden werden kann.

Bei größeren Haustieren ist ein größerer Schutz unabdingbar, dass heißt, hier schützt nur eine Tierhalter-Haftpflicht-Versicherung. Wichtig beim Abschluss einer Tierhalter-Haftpflicht Police ist als Erstes auf die ausreichende Deckungssumme zu achten. Eine Deckungssumme von drei Millionen Euro sollte die Police schon beinhalten.

Die Konditionen sind nicht für alle Risiken gleich und auch die Beiträge variieren stark. Ein Vergleich ist durchaus ratsam.

Hundehaftpflichtversicherungen mit Standardschutz sind ab circa 60 Euro erhältlich. Problematisch wird es bei Kampfhunden, sie zu versichern ist nicht leicht und ein günstiger Basisschutz ist eher nicht erhältlich. Pitbulls, Staffordshire- Terriern, Mastinos aber auch Rottweiler und Dobermänner werden bei vielen Gesellschaften als versichertes Risiko abgelehnt. Andere Gesellschaften erstellen nur „auf Anfrage“ Angebote. Mit einem wesentlich erhöhten Beitrag gegenüber einer „normalen“ Hundhaftpflicht muss auf jeden Fall gerechnet werden.

Ein zu beachtender Risikofaktor bei der Tierhalter-Haftpflicht Versicherung ist der “Verstoß gegen Halterpflichten“. Nicht alle Versicherungsgesellschaften schließen den Schutz bei Verstoß gegen Halterpflichten in ihre Policen ein. Aber ohne diesen Einschluss kann schon ein kleines Versehen, wie eine offene Tür oder eine defekte Leine, zur Gefahr für den Versicherungsschutz werden.

Bei der Pferde-Haftpflicht Versicherung ist der Schutz exakt zu definieren. So können zum Beispiel Angehörige, die das Tier hüten, über die Pferdehaftpflicht versichert sein, werden sie aber vom Tier verletzt, können sie keine Ansprüche geltend machen. Sollten Pferdehalter auch andere Personen auf ihrem Pferd reiten lassen wollen, ist es besonders wichtig darauf zu achten, dass das Fremdreiterrisiko mitversichert ist.

5 Reaktionen zu “Tierhalterhaftpflicht – Wer braucht welche Versicherungspolice?”

  1. Lasse

    Ein guter Beitrag. Es gibt ja auch schon die “kampfhundeversicherung”. Ich stehe dazu sehr kritisch, da ich diese Tiere 1. für Bestien halte, die verboten werden sollten und 2. Halter ja vorher schon davon ausgehen, dass das Tier jemanden anfallen wird.

  2. Olaf

    Na ja – ob ein halter eines “Kampfhundes” die Versicherung deswegen abschließt weil er schon weiß, dass das Tier jemanden anfallen wird halte ich für eine etwas überzogene Einschätzung.
    Eine Versicherung wird ja eigentlich niemals deswegen abgeschlossen weil man vorher “weiß” dass etwas passieren wird, sondern weil man halt immer mit Problemen rechnen sollte. Ich bin auch nicht sicher ob Kampfhunde wirklich so viel schlimmer sind – mit eigenem Hund (Pudel) weiß ich das er halt beim Spielen auch mal zugeschnappt hat und schon fängt der Ärger an. Und für Kampfhunde werden ja schließlich, wie im Blog angesprochen eh härtere Bedingungen ausgemacht – bis hin zu Unversicherbarkeit. Jedenfalls sit eine Versicherung nur zu empfehlen – was macht man wenn der Hund nur mal über die Straße läuft und einen Radfahrer irritiert?

  3. Jens

    Also wir haben uns jetzt auch einen Hund (Rotweiler) gekauft und ihn gleich versichern lassen. Bis zur Schadenshöhe von 5 Millionen glaube ich. Aber das ich nun von vornherein ausgehe, dass er einmal jemanden anfallen wird, das möchte ich doch wohl von mir weisen. Wir haben jetzt schon den 3. Hund und erziehen diesen als Familienhund. Es ist bisher auch noch nie vorgekommen. Ich denke, bei einer Versicherung eher daran, dass der Hund wegläuft undbeispielsweise im Straßenverkehr Schaden anrichtet oder einen älteren Passanten umwirft. Dagegen möchte ich abgesichert sein.

  4. D. Heinemann

    Für so ein Haustier braucht man ja fast mehr Versicherungsschutz als für einen Menschen;-) Aber danke für die Informationen, vielleicht schaffe ich mir ja auch irgendwann eins an.

    Zu Lasses Kommentar möchte ich nur sagen: Man kann jeden Hund zum Kampfhund erziehen, wenn man es darauf anlegt! So genannte Kampfhunde sind nicht bösartiger als andere, sie brauchen nur eine strengere Erziehung! Beim (jungen) Menschen ist es doch ähnlich, einige sind stärker zu maßregeln als andere, damit sie keine Gefahr für sich selbst und ihr Umfeld werden.

  5. Jutta

    Also ich finde das es längst überfällig hier mit entsprechenden Beitägen einzuschreiten. Mir ist es aber egal ob Kampfhund oder kein Kampfhund, denn erst der Hund der beist, ist böse. Oft ist dies ein Halterproblem und Gesetzte werden nicht entsprechend in Deutschland angewendet und umgesetzt.

    Egal wie auch immer, ich habe meinen Hund sehr hoch versichert, da ich nicht möchte, dass nach dem Schaden auch noch andere auf Kosten sitzten müssen.

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