Kfz-Haftpflicht: Viele Typklassen werden angepasst
Ab dem nächsten Jahr könnte die Kfz-Versicherung für so manchen Autofahrer teurer werden. Grund sind Anpassungen der sogenannten Typklasse, die in diesem Jahr besonders häufig auftreten. Dies hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitgeteilt.
Bei welchem Anbieter ein Auto versichert ist, macht im Übrigen keinen Unterschied. Die Anpassungen werden einheitlich bzw. anbieterübergreifend vorgenommen. Verantwortlich ist hierfür ebenfalls der GDV. Einmal im Jahr nimmt der Verband eine Überprüfung dahingehend vor, ob die Typklassen einzelner Automobile angepasst werden müssen. Dies hat zur Folge, dass die Beiträge steigen – aber auch sinken – können.
In welche Richtung die Anpassung erfolgt ist bzw. ob eine Herauf- oder Herabstufung vorgenommen wurde, hängt ausschließlich davon ab, wie die entsprechenden Fahrzeugmodelle seit der letzten Anpassung aufgefallen sind. Autos, die beispielsweise besonders häufig in Unfälle verwickelt sind oder überdurchschnittlich oft gestohlen werden, erhalten eine Einstufung in eine hohe Typklasse, wodurch sich der Versicherungsbeitrag erhöht.
Im nächsten Jahr werden vergleichsweise viele Fahrzeugbesitzer von einer Anpassung der Typklasse betroffen sein. Laut GDV wurden im Bereich der Kfz-Haftpflichtversicherung immerhin 33,5 Prozent aller Fahrzeugmodelle neu bzw. anders eingestuft. Dies ist übrigens die geringste Änderungsquote: In der Teilkasko-Versicherung sind 35,8 Prozent der zugelassenen Fahrzeuge betroffen, bei der Vollkasko-Versicherung sogar 38,5 Prozent der Fahrzeuge.
Wie der GDV mitteilt, gibt es jedoch nur wenige Fahrzeuge, bei denen eine außerordentliche Beitragsänderung festzustellen sein wird. Wer beispielsweise einen Ford Fiesta 1.2 mit 82 PS fährt, darf sich freuen: In der Haftpflichtversicherung wird der Kleinwagen ganze drei Klassen besser eingestuft. Mercedes SL und VW California werden hingegen teurer.

