Niedersachsen will Versicherungspflicht für Hundehalter einführen

Über das Thema Hundehaftpflichtversicherung wird häufig gelächelt. Zahlreiche Hundehalter sind der Meinung, dass eine solche Versicherung nicht erforderlich ist und es den Versicherern letztlich nur darum geht, Geld zu machen. Allerdings sollte man mit einer solchen Denkweise vorsichtig sein, denn die Haftpflichtversicherung für Hunde bzw. für Hundehalter ist viel wichtiger als zumeist angenommen wird.

Die Rechtslage ist in Deutschland eindeutig: Wenn jemand einen Schaden verursacht, kann er sich nicht aus der Verantwortung ziehen. Dementsprechend müssen alle damit in Verbindung stehenden Kosten übernommen werden. Dies gilt auch für Haustiere: Sollte der eigene Hunde einen Schaden herbeigeführt haben, so haftet der Hundebesitzer. Für den kann es im schlimmsten Fall richtig teuer werden, da Hunde für die Herbeiführung großer Schadenskosten durchaus verantwortlich sein können. Man denke nur an einen Hund, der plötzlich über die Straße läuft und dadurch einen Verkehrsunfall verursacht.

Durch den Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung lässt sich Sicherheit erlangen. Sollte der eigene Hund für die Herbeiführung eines Schadens verantwortlich sein, so kann der entstandene Schaden über die Haftpflichtversicherung reguliert werden. Durch Wahl der richtigen Versicherung sind auch Schäden in Millionenhöhe versichert.

In Niedersachsen hält man den Schutz einer Hundehaftpflichtversicherung für so essentiell, dass er gesetzlich verankert werden soll. Ein kürzlich vorgestellter Gesetzvorschlag sieht vor, dass alle neu angemeldeten Hunde versichert werden müssen. Außerdem sollen die Hunde mit einem Chip markiert werden, auf dem Angaben zum Hundehalter gespeichert sind. Noch ist das Gesetz nicht verabschiedet, Experten rechnen jedoch damit, dass der Vorschlag identisch oder sehr ähnlich gesetzlich verankert werden wird.

Eine Reaktion zu “Niedersachsen will Versicherungspflicht für Hundehalter einführen”

  1. Hannes

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht warum dieses Thema in den Medien bzw. innerhalb der Bevölkerung (auch unter Hundehaltern) so belächelt wird. Gerade wenn man die Kampfhundübergriffe der letzten Monate sich anschaut, sollte jedem Hundebesitzer, der einen “großen/potentiell gefährlichen” Hund sich hält, der Sinn einer solchen Versicherung einleuchten.

    Egal wie gut diese Hunde dressiert sind, was sie in der Regel nichtmal sind, sind es doch immer noch Tiere, bei denen Affektreaktionen sich oft nicht vermeiden lassen. Für diese Opfer von Hundeübergriffen würde ebenfalls eine Versicherung Sinn ergeben, denn oftmals sehen sie von zahlungsunfähigen Kampfhundehaltern keinen müden Cent des Schadenersatzes

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