Weshalb Selbständige eine Haftpflichtversicherung benötigen

Wenn es darum geht, für das eigene Unternehmen einen Haftpflichtversicherung abzuschließen, sprechen sich viele Selbständige bewusst dagegen aus. Dies gilt besonders für Gewerbetreibende, die ausschließlich alleine arbeiten und keine Mitarbeiter beschäftigen. Häufig sind sie der Meinung, dass sich eine Unternehmenshaftpflichtversicherung für sie einfach nicht lohnt. Oftmals wird auf die Tatsache verwiesen, dass man im Rahmen seiner gewerblichen Tätigkeit keine allzu großen Schäden anstellen kann und somit auch keinen Versicherungsschutz benötigt.

Dies gilt besonders für die Gruppe von Selbständigen, die im Homeoffice arbeiten. Grafiker, Programmierer, Texter und Übersetzer arbeiten immer häufiger von zu Hause aus und sind oft der Meinung, auf den Versicherungsschutz einer gewerblichen Haftpflichtversicherung verzichten zu können. Sie meinen, nicht viel falsch machen zu können – im schlimmsten Fall bezahlt der Kunde seine Rechnungen nicht.

Ganz so einfach ist die Sache allerdings nicht. Es gibt nämlich auch Risiken, die sich nicht kontrollieren lassen. Da wäre zum Beispiel die Sache mit dem Postboten: Man stelle sich vor, der Postbote will einen Brief in den Briefkasten einwerfen, der an den Selbständigen adressiert ist. Dabei kann es passieren, dass der Postbote auf dem vereisten Boden vor der Haustür ausrutscht und sich schwer verletzt. Nun besteht das Risiko, dass der verletzte Postbote einen Haftungsanspruch gegen den Selbständigen geltend macht.

Das Problem besteht darin, dass die private Haftpflichtversicherung unter Umständen nicht zahlt bzw. den Schaden nicht regulieren will, weil der Postbote einen Brief eingeworfen hat, der an ein Unternehmen gerichtet gewesen ist. Folglich kann ein gewerblicher Haftpflichtschutz dennoch sehr wichtig sein.

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