30. Juli 2010
Wie mittlerweile allseits bekannt sein dürfte, führte am vergangenen Wochenende eine Massenpanik auf der Love Parade zu 21 Toten und mehreren hundert Verletzten. Wie zwischenzeitlich ermittelt wurde, ist der Veranstalter nicht besonders gut versichert: Rund 7,5 Mio. Euro soll die Versicherungssumme betragen, die womöglich bald vom Versicherer entrichtet werden muss. In Anbetracht des Ausmaßes der Veranstaltung ist dies keine besonders hohe Versicherungssumme – wobei dem Veranstalter immerhin zu Gute gehalten werden muss, dass überhaupt ein Versicherungsschutz abgeschlossen wurde. Grundsätzlich ist es nämlich nicht erforderlich, dies zu tun.
Bei Großveranstaltungen steht es den Organisatoren im Regelfall frei darüber zu entscheiden, ob für einen Versicherungsschutz gesorgt wird oder nicht. Sollte auf den Schutz verzichtet werden, kann dies eine Bedrohung für den Veranstalter sowie auch für die Veranstaltungsgäste werden – womöglich bleiben viele Leute bei einem Schadensfall auf ihren Kosten sitzen.
Wie die Deutsche Textservice Nachrichtenagentur (dts) berichtet, wird nun in den Reihen der Politik darüber nachgedacht, eine Versicherungspflicht für Großveranstaltungen einzuführen. Ein entsprechender Vorschlag wurde vom SPD-Innenpolitiker Dieter Wiefelspütz eingebracht. Als Grund führt der Politiker eine bessere Absicherung der Veranstaltungsgäste an.
Ob ein solches Gesetz erlassen wird, kann zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Bisher handelt es sich lediglich um einen Vorschlag – es ist jedoch gut vorstellbar, dass Großveranstalter womöglich in der Tat dazu verpflichtet werden, zumindest über einen ausreichend bemessenen Haftpflichtschutz zu verfügen.
Übrigens hat das Bundesjustizministerium den Vorschlag von Wiefelspütz bereits kommentiert: Städte können die Genehmigung von Veranstaltung schon heute von einem (angemessenen) Versicherungsschutz abhängig machen.
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25. Juli 2010
Familien sind bei der privaten Haftpflichtversicherung gut damit beraten, auf einen Familienschutz bzw. eine entsprechende Familienversicherung zu setzen. Durch Wahl des richtigen Tarifs ist es möglich, dass Ehepartner und deren Kindern den Schutz einer einzigen Police genießen. Der Vorteil dieser Verfahrensweise besteht darin, nicht mehrere Versicherungen einzeln abschließen zu müssen, was eine enorme Aufwandserleichterung darstellt. Zudem kann von attraktiven Konditionsvorteilen profitiert werden.
Häufig ist es so, dass entsprechende Versicherungen schon seit langer Zeit bestehen und kaum beachtet werden. Im Alltag denkt man an das Thema Versicherungsschutz oftmals nur selten, was durchaus zum Risiko werden kann, weil nicht rechtzeitig reagiert wird. Dies trifft beispielsweise für den Fall zu, dass Kinder volljährig werden und ihren eigenen Lebensweg gehen.
Das Risiko besteht in solch einer Situation vorrangig darin, dass der Schutz der Familienversicherung verloren geht. Wenn Kinder volljährig werden, müssen sie ggf. eine eigene private Haftpflichtversicherung abschließen. Ob der Schutz der elterlichen Versicherung greift, hängt ganz von den jeweiligen Umständen ab.
Generell bleibt der Schutz einer elterlichen bzw. einer familiären Haftpflichtversicherung bestehen, solange sich die Kinder in Ausbildung befinden. Wird beispielsweise eine Berufsausbildung absolviert und während des Ausbildungszeitraums die Volljährigkeit erlangt, stellt dies überhaupt kein Problem dar. Auch bei einem angeschlossenen Studium bleibt der Schutz im Regelfall bestehen.
Anders sieht es aus, wenn Ausbildungen beendet werden und die Kinder damit beginnen, ihr eigenes Geld zu verdienen. Sobald ein Einkommen außerhalb einer beruflichen Ausbildung erzielt wird, erlischt in der Regel der Versicherungsschutz der elterlichen Privathaftpflicht. Dementsprechend gilt es sich rechtzeitig nach einer eigenen privaten Haftpflichtversicherung umzusehen.
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24. Juli 2010
Die Versicherungsbranche war schon immer sehr erfinderisch, wenn es darum geht, Kunden zum Abschluss einer Versicherung zu bringen. Es gibt unzählige Mittel, derer sich Vertreter und Vermittler bedienen können, um Kunden zum Abschluss zu überreden. Eine der einfachsten Methoden besteht darin, den Versicherungsschutz günstig aussehen zu lassen. Würde eine Versicherung 365 Euro pro Jahr kosten, hätte dies auf viele Interessenten eine abschreckende Wirkung. Wird der Interessent jedoch vom Vertreter gefragt, ob er dazu bereit wäre, einen Euro pro Tag für den Schutz zu bezahlen, kommt es häufiger zum Einlenken.
Dementsprechend braucht man sich nicht wundern, dass es Versicherer und Versicherungsvermittler gibt, die sowohl in der Werbung als auch in Pressemitteilungen etc. dazu übergehen, den Versicherungsbeitrag auf Monate herunter zu brechen. Eine Versicherung die 80,40 Euro im Jahr kostet, wirkt nicht gerade günstig – ein monatlicher Beitrag von 6,70 Euro, der auf das Jahr gerechnet denselben Betrag ergibt, sieht gleich viel billiger aus.
Daher sollten Interessenten gut aufpassen, wenn sie eine private Haftpflichtversicherung oder auch ein anderes Versicherungsprodukt abschließen wollen. Besonders wenn die Versicherer auf Eurobeträge verweisen, die pro Monat anfallen, sollte besser gerechnet werden. Nicht selten verliert der günstig wirkende Versicherungsschutz umgehend seinen magischen Glanz – zumal die Versicherer meistens ohnehin nicht monatlich abrechnen. Mit den günstig aussehenden Zahlen wird nur geworben. Gerade bei der privaten Haftpflichtversicherung wird üblicherweise ein jährlicher Einmalbeitrag erhoben.
Außerdem sollte gerade beim privaten Haftpflichtschutz niemals der Beitrag im Vordergrund stehen. Eine gute Haftpflichtversicherung zeichnet sich in erster Linie durch einen exakt abgestimmten Versicherungsschutz aus.
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18. Juli 2010
Zu Beginn des Jahres sahen sich mehrere Versicherer dazu gezwungen, die Prämien ihrer Kfz-Versicherungen zu erhöhen. Dies gilt besonders für die Kfz-Haftpflicht: Für etliche Versicherungsunternehmen ist die Kfz-Haftpflicht ein großer Verlustbringer, weshalb man sich letztlich dazu gezwungen sah, die Beiträge – zum Teil äußerst signifikant – zu erhöhen.
Von den Beitragserhöhungen blieben die meisten Bestandskunden verschont. Im Großteil der Fälle gelten die Beitragsanstiege nur für Kfz-Versicherungen, die neu abgeschlossen werden. Daher ist es gerade für diejenigen, die ein Auto zulassen und neu versichern möchten, enorm wichtig, die Beiträge verschiedener Tarife miteinander zu vergleichen, damit letztlich ein guter und zugleich günstiger Versicherungsschutz erlangt werden kann.
Für die Versicherungen könnte sich die Situation ab dem kommenden Jahr noch erschweren. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft am vergangenen Mittwoch mitteilte, werden viele Versicherer trotz der Beitragserhöhungen auf keinen grünen Zweig kommen. Grund sind rückläufige Beitragseinnahmen, die in erster Linie auf die Gewährung von Schadenfreiheitsrabatten zurückzuführen ist. Im Bereich der Kfz-Haftpflichtversicherung werden die Einnahmen voraussichtlich um ein Prozent sinken.
Überaschenderweise geht der Gesamtverband dennoch nicht von signifikanten Beitragssteigerungen aus – im Gegenteil. Den Berechnungen der Experten zufolge könnten die Durchschnittsbeiträge sowohl in der Kfz- als auch in der Kaskoversicherung in diesem Jahr um rund 1,5 bis 2,0 Prozent sinken. Als Gründe dafür gilt zum einen der anhaltende Preisdruck, dem die Assekuranzen ausgesetzt sind, zum anderen aber auch die Tatsache, dass immer mehr Versicherte eine günstigere Schadenfreiheitsklasse erhalten.
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17. Juli 2010
Immer wieder stößt man auf Nachrichten und Blogeinträge, in denen deutlich gemacht wird, wie immens wichtig es ist, über den Versicherungsschutz einer privaten Haftpflichtversicherung zu verfügen. Im Grunde gibt es daran nichts auszusetzen: In der Tat sollte jeder volljährige Bürger über eine eigene Haftpflichtversicherung verfügen und Kinder sollten über die Eltern mitversichert sein.
Allerdings garantiert das bloße Vorhandensein eines Versicherungsschutzes noch lange nicht, dass man auch gut bzw. ausreichend versichert ist. Schon so mancher Versicherungsnehmer hat angesichts dieses Themas keine guten Erfahrungen gemacht. Denn nicht immer wollen die Versicherer zahlen – unter Umständen bleibt man trotz Versicherungsschutz auf den Kosten sitzen.
In solchen Fällen kann der schwarze Peter nicht immer den Versicherern zugeschoben werden. Manchmal liegt der Fehler auch beim Versicherungsnehmer. Dies trifft vor allem dann zu, wenn die private Haftpflichtversicherung nicht gezielt ausgewählt wurde. Häufiger kommt es vor, dass Interessenten vorrangig auf den Preis bzw. auf die Höhe des Versicherungsbeitrags achten. Dann werden bewusst günstige Versicherungen in die nähere Auswahl genommen – und günstig bedeutet nicht immer gut. Nicht selten sind Beitragsunterschiede auf den Versicherungsumfang zurückzuführen: Einige Versicherungen bieten einen umfangreichen Schutz – andere hingegen bieten lediglich eine abgespeckte Basis-Versicherung.
Ein typisches Beispiel ist die Regulierung von Gefälligkeitsschäden. So manche Privathaftpflicht deckt derartige Schäden nicht ab – dabei sind es gerade diese Schäden, die im Alltag besonders häufig auftreten. Folglich ist es umso wichtiger, bei der Tarifwahl gut aufzupassen und dabei nicht nur auf den Beitrag, sondern eben auch auf die Leistungen zu achten, um später gut versichert zu sein.
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8. Juli 2010
Wenn es darum geht, günstige Urlaubsübernachtungen zu finden, setzen zunehmend mehr Personen auf den sogenannten Haustausch. Hierbei handelt es sich um eine besondere Form der Übernachtungssuche: Über das Internet werden Tauschpartner gesucht, mit denen man vorübergehen das Heim tauscht. Das Prinzip ist simpel: Anstatt viel Geld für Hotelübernachtungen auszugeben, übernachtet man in den Häusern und Wohnungen anderer Personen. Im Gegenzug dürfen diese Personen die eigene Unterkunft nutzen.
Gerade bei jungen Menschen erfreut sich diese Form der Unterkunftssuche einer steigenden Beliebtheit – was letztlich an der großen Ersparnis liegt, die sich erzielen lässt. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass ein solcher Haustausch auch gewisse Gefahren birgt. Wie der „Berliner Kurier“ schreibt, sollte ein Tausch ausschließlich dann stattfinden, wenn beide Seiten über eine private Haftpflichtversicherung verfügen. Dieser Versicherungsschutz ist immens wichtig: Sollte man Eigentum der Tauschpartei beschädigen, so kann es unter Umständen teuer werden. Daher ist ein zuverlässiger Versicherungsschutz sehr wichtig. Um kein unnötiges Risiko einzugehen, wird außerdem dazu geraten, sich vor der Freigabe der eigenen Wohnräume den Nachweis über das Bestehen eines Versicherungsschutzes der anderen Seite zeigen zu lassen.
Damit es im Schadensfall zu keinen Schwierigkeiten bei der Regulierung kommt, raten Verbraucherschützer zur vorherigen Kontaktaufnahme mit dem Versicherer. Es sei ratsam, den Versicherer im Vorfeld über den Haus- oder Wohnungstausch zu informieren. Ansonsten wäre es vorstellbar, dass der Versicherer im Schadensfall aufgrund des erhöhten Risikos die Zahlung verweigert.
Im Übrigen ist es empfehlenswert, über eine Hausratversicherung zu verfügen, die eine sogenannte Ausfalldeckung bietet: Sollte die andere Partei im Schadensfall nicht zahlen, springt der eigene Versicherer ein.
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6. Juli 2010
Für Haftpflichtversicherte ist 2010 ein teures Jahr: Sowohl bei der privaten Haftpflichtversicherung als auch bei der Kfz-Haftpflichtversicherung haben etliche Versicherer an der Beitragsschraube gedreht und die Beträge teilweise stark angehoben. Zahlreichen Versicherungsnehmern sind bereits schriftliche Mitteilungen über die Beitragserhöhungen zugesandt worden.
Wer betroffen ist bzw. demnächst einen höheren Beitrag entrichten muss, sollte einmal darüber nachdenken, seine Versicherung zu wechseln. Es ist nämlich nicht so, dass alle Versicherer ihre Haftpflichtbeiträge erhöht haben. Außerdem ist nicht jedermann günstig versichert: Unter Umständen kann durch einen Wechsel des Versicherers eine deutliche Beitragsersparnis erzielt werden.
Ob sich ein Versicherungswechsel lohnt, kann im Allgemeinen nur schwer gesagt werden. Letztendlich kommt es ganz auf den Einzelfall bzw. auf den bestehenden Haftpflichtschutz an. Sollte dieser vergleichsweise kostspielig sein und sich daher die Möglichkeit bieten, bei einem anderen Versicherer einen günstigeren Schutz zu erlangen, bietet sich ein Wechsel geradezu an. Falls der eigene Versicherer eine Beitragserhöhung angekündigt hat und die Frist für eine Sonderkündigung noch nicht verstrichen ist, kann der Wechsel in eine andere Haftpflichtversicherung sogar besonders schnell erfolgen.
Günstige Haftpflichtversicherungen sind heutzutage schnell ausfindig gemacht. Mit einem Online-Vergleich – am besten nutzen sie unseren kostenfreien Versicherungsvergleich – ist es möglich, sich innerhalb weniger Minuten einen guten Überblick zu verschaffen. Dabei ist es ausreichend, die wichtigsten Rahmendaten einzugeben, um sofort zu ermitteln, welche Beiträge die anderen Versicherer erheben. Auf diesem Weg lässt sich eine günstige Versicherung schnell finden – wobei natürlich darauf geachtet werden sollte, dass nicht nur der Beitrag stimmt, sondern auch die Leistungen der Haftpflichtversicherung durchweg überzeugen.
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4. Juli 2010
Die DEVK in NRW zeigt ganz praktisch, dass die Förderung gesellschaftlichen Engagements keine hohle Phrase sein muss. Als erste Assekuranz in NRW bietet sie Ehrenamtlichen einen Versicherungsschutz, beispielsweise eine private Haftpflichtversicherung, zu besonders günstigen Beiträgen. Die entsprechende Vereinbarung war bereits im Juni unterzeichnet worden und tritt nun in Kraft. Inhaber einer NRW-Ehrenamtskarte brauchen bei einem Versicherungs- oder Tarifwechsel lediglich die Karte vorzulegen und erhalten damit automatisch den Ehrenamts-Tarif.
Die Ehrenamtskarte wurde in NRW im November 2008 eingeführt, um die Arbeit der Ehrenamtlichen über Aufwandsentschädigungen hinaus zu honorieren und das Ehrenamt für bisher noch nicht Engagierte attraktiver zu machen. In 78 Kommunen und angeschlossenen Institutionen und Unternehmen erhält man damit Rabatte und Sonderkonditionen, etwa in Kinos, Theatern, im Einzelhandel, bei Volkshochschulen, in Hotels und Apotheken.
Einen Anspruch auf die Karte erhält, wer mindestens fünf Stunden pro Woche oder 250 Stunden pro Jahr ehrenamtlich tätig ist. Die Karte kann bei der Kommune beantragt werden, sie wird nicht automatisch ausgestellt.
Da sich die DEVK schon länger für ehrenamtliche Tätigkeiten engagiert ist es nur konsequent, dass sich die Assekuranz auch dem aktuellen Bündnis anschließt. Übrigens: Bereits seit 2009 bzw. 2010 erhalten aktive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und des Technischen Hilfsdienstes einen Sondertarif in allen Sach-Sparten wie etwa der Hausrat-, Unfall-, Kfz- oder Haftpflichtversicherung. Um in den Genuss des Sondertarifes zu kommen genügt ein Nachweis über die aktive Mitgliedschaft.
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3. Juli 2010
Schon seit Jahren hat die gesetzliche Krankenversicherung mit großen finanziellen Problemen zu kämpfen. Die Krankenkassen fahren zunehmend höhere Verluste ein, die es letztlich zu kompensieren gilt. Dies ist jedoch leichter gesagt als getan: Die Politiker können nicht ständig an der Beitragsschraube drehen. Zwar ist davon auszugehen, dass der Beitragssatz zu Beginn des kommenden Jahres angehoben wird, jedoch wird diese Maßnahme nicht ausreichen, um den Anstieg der Kosten abzufedern.
Im Endeffekt bleibt den Politikern keine andere Wahl als die Leistungen einzuschränken. Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sind im sogenannten Leistungskatalog geregelt. Wie die „Welt Online“ in der vergangenen Woche berichtete, ist mit einer Kürzung des Katalogumfangs zu rechnen. Eines der Kernthemen, über das im Zusammenhang mit der Leistungskürzung gesprochen wird, ist die Übernahme von Krankenkosten, die mit selbst verschuldeten Unfällen in Verbindung stehen. Womöglich soll die Kostenübernahme schon bald gestrichen werden.
Diese Leistung wird von Versicherungsexperten jedoch als äußerst wichtig erachtet: Auch bei selbst verschuldeten Unfällen können hohe Krankenkosten auftreten. Ein Krankenhausaufenthalt kann schnell mehrere tausend Euro kosten – folglich ist es wichtig, dass Kassenmitglieder in solchen Fällen über einen ausreichenden Versicherungsschutz verfügen, der die Kosten übernimmt.
Experten rechnen damit, dass sich diese Entwicklung vor allem auf die Haftpflichtversicherungen auswirkt. Besonders die Kfz-Haftpflichtversicherung steht im Blickpunkt: Bei selbst verschuldeten Unfälle könnte sie eine Übernahme der eigenen Behandlungskosten sicherstellen. Allerdings würde dies die Versicherer viel Geld kosten. Deshalb ist es gut denkbar, dass die Einsparung im Gesundheitswesen letztlich nur zu einer Kostenverlagerung führt: Anstelle der Krankenversicherung werden andere Versicherungen teurer.
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27. Juni 2010
Der in Heilbronn ansässige Verein Geld und Verbraucher (GVI) hat darauf hingewiesen, dass mehrere Versicherer ab dem ersten Juli ihre Beiträge für Haftpflichtversicherungen spürbar erhöhen könnten. Als Begründung werden gestiegene Schadenszahlungen der Versicherer genannt. Laut den Wirtschaftsprüfern von Ernst & Young sind die Schadenszahlungen der Haftpflichtversicherer im vergangenen Jahr um 4,4 Prozent gestiegen.
Aufgrund dieser Erhöhung sind die Versicherer dazu berechtigt, ihre Beiträge entsprechend anzupassen. Versicherungsexperten rechnen damit, dass sich die Erhöhung auf rund fünf Prozent belaufen wird. Allerdings wird vom GVI zugleich darauf hingewiesen, dass die Versicherer zu diesem Schritt nicht gezwungen sind. Voraussichtlich werden einige Versicherungsunternehmen an der Beitragsschraube drehen. Allerdings ist nicht damit zu rechnen, dass alle Versicherer diese Maßnahme ergreifen. Ob die Beiträge für Haftpflichtversicherungen steigen werden, hängt folglich ganz vom jeweiligen Versicherer ab.
Falls man in den kommenden Tag Post erhalten sollte und der eigene Versicherer mitteilt, dass eine Beitragserhöhung vorgenommen wird, so berechtigt dies den Versicherungsnehmer zu einer außerordentlichen Kündigung. Es darf eine Sonderkündigung ausgesprochen werden, wodurch letztlich die Möglichkeit entsteht, eine Versicherung vor Ablauf der Vertragslaufzeit zu wechseln. Hierbei gilt es zu berücksichtigen, dass die Sonderkündigung nur für einen vergleichsweise kurzen Zeitraum (innerhalb des ersten Monats nach Erhalt der Mitteilung über die Beitragserhöhung) gestattet ist – wer nicht fristgerecht kündigt, akzeptiert den höheren Versicherungsbeitrag. Anschließend kann wieder nur ordentlich gekündigt werden, wodurch sich die Restlaufzeit der Haftpflichtversicherung meist deutlich verlängert.
Ob sich eine Kündigung lohnt, muss jeweils einzeln geprüft werden. Betroffene Versicherungsnehmer sollten die Chance auf keinen Fall ungenutzt lassen. Ein Vergleichsvergleich zeigt schnell auf, ob sich ein Versicherungswechsel lohnt.
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