Schlechte Nachrichten für Autofahrer: Gleich mehrere Versicherer haben es in diesem Monat bereits gewagt, an der Beitragsschraube zu drehen, um somit die Versicherungsbeiträge ihrer Kfz-Versicherungen zu erhöhen. Die Anbieter rechtfertigen ihre Entscheidungen mit gestiegenen Kosten in der Schadensregulierung.
Hierbei handelt es sich um eine plausible Rechtfertigung. Die Reparatur von Fahrzeugschäden ist äußerst kostspielig geworden. Selbst kleinere Schäden ziehen oftmals immense Kosten nach sich. So mancher Versicherer sieht daher keine andere Möglichkeit, als die Beiträge in den Kfz-Versicherungstarifen zu erhöhen. Dies gilt im Übrigen nicht nur für Vollkaskotarife – auch in den Haftpflichttarifen wurden die Beiträge erhöht.
Allerdings sind nicht alle Kunden der relevanten Versicherer betroffen. Nicht jeder Versicherer hat die Beitragserhöhung so durchgeführt, dass sie auch für Bestandskunden gilt. Mehrere Versicherungsunternehmen haben lediglich die Tarife für Neukunden angepasst. Wer bereits versichert ist, muss daher nicht automatisch betroffen sein.
Trotzdem sollte man sich als Autofahrer nicht zu früh freuen. In den letzten beiden Jahren haben mehrere Versicherer auf diese Weise verfahren. Nur weil die aktuelle Kfz-Versicherung günstig ist, muss dies nicht so bleiben. Sollte man ein anderes Auto versichern wollen – was für oder später der Fall sein wird – könnte sich dies finanziell sehr deutlich bemerkbar machen.
Abschließend sei noch angemerkt, dass die Beitragserhöhungen auch noch andere Gründe haben können. Zahlreiche Kfz-Versicherer wollten in den vergangenen Jahren stark wachsen und haben bewusst auf das Internet gesetzt. Tarife wurden extrem günstig angeboten, um somit die Marktanteile zu steigern. Jedoch ging diese Strategie nicht auf: Etliche Tarife sind zu günstig kalkuliert, weshalb einige Versicherer im Bereich der Autoversicherung nun Verluste einfahren. Dementsprechend ist davon auszugehen, dass die Zeit der besonders günstigen Versicherungstarife erst einmal vorüber ist.

