Zum Teil ist es regelrecht erschreckend, wie leichtfertig einige Leute an Silvester sowie in den Tagen davor und danach mit Böllern und Feuerwerkskörpern hantieren. Relativ häufig kommt es dabei zu Verletzungen: Die Krankenhäuser erfahren in der Silvesternacht stets einen immensen Zulauf.
Es ist nicht gerade erfreulich, wenn man sich selbst verletzt, beispielsweise weil man etwa beim Hantieren mit einem Böller nicht aufgepasst hat. Auf diesem Weg kann man sich schlimme Verletzungen zuziehen. Noch schlimmer ist es jedoch, wenn man andere Personen verletzt: Meist sind die Verletzungen dann noch gravierender, weil die Leute nicht vorbereitet gewesen sind und dann falsch reagieren.
Wenn es zu einem klassischen Unfall kommt, bei dem kein Vorsatz im Spiel gewesen ist, kann darauf gehofft werden, dass die eigene private Haftpflichtversicherung einspringt und die Kosten übernimmt. Dies kann äußerst vorteilhaft sein: Sollte beispielsweise ein Personenschaden auftreten, der Lohnersatzzahlungen oder hohe Behandlungskosten nach sich zieht, wird es unter Umständen sonst richtig teuer.
Wer andere Menschen absichtlich mit Böllern oder Feuerwerkskörpern bewirft, kann jedoch nicht mit dem Schutz seiner Privathaftpflicht rechnen. In solchen Fällen zahlen die Versicherer grundsätzlich nicht. Sobald ein Vorsatz festzustellen ist, muss die jeweilige Person ganz allein die Verantwortung und die Kosten übernehmen.
Dies gilt übrigens auch für den Bereich der Sachbeschädigung. Wer sich zum Beispiel einen Scherz erlaubt und den Briefkasten der Nachbarn mit einem Böller in die Luft jagt, kann nicht mit Unterstützung seiner privaten Haftpflichtversicherung rechnen. Auch hier gilt es die Kosten aus eigener Tasche zu tragen.


Ich muss ganz ehrlich sagen: Hier kann ich die Versicherungen sogar ein wenig verstehen. So fahrlässig wie einige, besonders Jugendliche, zu Silvester noch unter Einfluss von Alkohol mit den Feuerwerkskörpern agieren…. da wird einem echt Angst und Bange. Ich denke wenn man nüchtern, unter Sorgfalt und vor allem auch mit deutschen(!) Feuerwerskörpern an Silvester hantiert, ist die Chance sich selbst zu verletzen recht gering.
Wird man durch jemand anders verletzt sollte ja eh die Haftpflicht greifen?