In Ostdeutschland ist die Kfz-Haftpflicht günstiger

Bei der Kfz-Versicherung ist die Höhe des Beitrags von einer Vielzahl an Faktoren abhängig. Hierzu zählen unter anderem auch regionale Faktoren, deren Bedeutung nicht zu unterschätzen ist. Dies wird anhand von Zahlen deutlich, die kürzlich vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) veröffentlicht wurde. Der Verband hatte ermittelt, dass es bei den Versicherungsbeiträgen im Bereich der Kfz-Haftpflichtversicherung ein deutliches Ost-Süd Gefälle gibt: Süddeutsche Versicherungsnehmer müssen bei der Haftpflichtversicherung vergleichsweise tief in die Tasche greifen, während man sich im Osten der Republik günstiger versichern kann.

Aus der Studie des GDV geht hervor, dass sich 9 der 10 günstigsten Regionen für Kfz-Haftpflichtversicherungen in Ostdeutschland befinden. Autofahrer, die ihr Fahrzeug im Landkreis Elbe-Ester angemeldet haben, profitieren von der besten Regionalklasse und zahlen diesbezüglich den niedrigsten Beitrag. Auf den Plätzen 2 und 3 liegen Mecklenburg-Strelitz und Oberspreewald-Lausitz. Das in Schleswig-Holstein gelegene Plön ist die einzige westdeutsche Region, die eine Top-10 Platzierung erreichen konnte.

Die teuersten Regionen finden sich überwiegend in Bayern sowie in Hessen und dem Saarland wieder. Die höchsten Beiträge unter Berücksichtigung der Regionalklasse gilt es in Kaufbeuren im Allgäu sowie in Passau zu entrichten. In Hessen und Saarland zählen Offenbach bei Frankfurt sowie Völklingen bei Saarbrücken zu den teuersten Regionen.

Eine Begründung für die unterschiedlichen Beiträge liefert der GDV ebenfalls. Laut dem Verband sind die Kostenunterschiede vor allem auf die unterschiedliche Anzahl an zugelassenen Fahrzeugen zurückzuführen. Verkehrsdichte sowie Straßen- und Wetterverhältnisse nehmen auf die Unfallraten einen starken Einfluss, was wiederum die Versicherer dazu bringt, ihre Konditionen entsprechend anzupassen.

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