Berufshaftpflicht: Hebammen klagen über hohe Beiträge

Es gibt Themen, die einem im ersten Augenblick ein wenig zum Schmunzeln bringen können und dann wieder schnell vergessen werden. Hierzu könnte auch das Thema Hebammen-Versicherung zählen: Jede Hebamme muss über eine Berufshaftpflichtversicherung verfügen. Diese Versicherung ist eine Grundvoraussetzung für die Ausübung des Jobs – denn sollte es bei einer Geburt zu Komplikationen kommen, kann eine Hebamme womöglich dafür verantwortlich gemacht werden.

Vor einigen Tagen berichteten einige Blogs über dieses Thema – allerdings ist es unwahrscheinlich, dass eine größere Leserschaft auf diesem Weg erreicht wurde. Doch nun greifen auch die Zeitungen das Thema auf und machen den Ernst der Lage deutlich. Wie die „Münstersche Zeitung“ schreibt, stehen viele Hebammen wegen des Versicherungsschutzes vor einem ernsthaften Problem. Dies trifft insbesondere für die Hebammen zu, die freiberuflich arbeiten: Immer häufiger lohnt sich die Berufsausübung für sie nicht mehr. Grund sind die steigenden Versicherungsbeiträge.

Während vor acht Jahren lediglich rund 180 Euro an jährlichem Beitrag für die Berufshaftpflichtversicherung fällig wurden, müssen die Geburtshelferinnen nun deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die Beiträge sind in den vergangenen Jahren signifikant angestiegen: Heutzutage beläuft sich der jährliche Beitrag auf rund 3.700 Euro.

Schon jetzt sollen zunehmend mehr Hebammen dazu übergehen, ihren Job an den Nagel zu hängen. Die hohen Versicherungsbeiträge stehen in keinem Verhältnis zum Verdienst. Immer häufiger soll sich die Ausübung des Jobs schlichtweg nicht mehr rechnen. Zugleich kann auch ein Versicherungsvergleich nur bedingt weiterhelfen: Bei dieser Art von Haftpflichtversicherung handelt es sich um eine Spezialversicherung, weshalb leider nur wenige Anbieter zur Auswahl stehen.

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